Die Bretagne,

ein Land voller Legenden und Magie...

Allgemeines

Als Land der Legenden, der Poesie und der Traditionen verfügt die Bretagne (Breizh auf bretonisch) eine Vielzahl an Landschaften von einer außergewöhnlichen Schönheit, der sich ein Besucher nicht entziehen kann.


Im extremen Westen des französischen Fünfecks, am "Ende der Welt" gelegen wie die Kelten sagten, im Norden durch den Ärmelkanal und im Westen und durch den Atlantischen Ozean begrenzt, fasziniert diese magische Halbinsel u. a. durch ihre Farbigkeit und ihre Geschichte.


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Die 5 Departements der Bretagne


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La Plage du Lividic an der Nordküste des Finistère
zwischen Plounéour-Trez und Brignogan


Die Bretagne besitzt eine ca. 2500 km lange, facettenreiche Küstenlinie. Je nach Region mehr oder weniger hohe Steilküsten wechseln mit herrlichen Sandstränden,fjordartigen Flussmündungen (bretonisch: abers) und mit Feucht- und Brackwasserzonen ab.



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Die Küste von Beuzec-Cap-Sizun
an der baie de Douarnenez

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Im Finistère Süd, zwischen Léchiagat und Lesconil,
der schöne Strand von Kersaux


Die Bretagne ist in 5 Departements unterteilt:

Ile et Vilaine

Côtes d'Armor

Finistère

Morbihan

Loire Atlantique

Wir werden im Folgenden nur das Finistère näher beschreiben,
da dort die meisten unserer Ferienhäuser stehen.

Das Klima der Bretagne


Umgeben von Ärmelkanal und Atlantischem Ozean, wird die bretonische Halbinsel durch ein wahrhaft mildes und für die Vegetation vorteilhaftes Seeklima, das noch zusätzllich durch den Golfstrom geprägt ist, begünstigt.


Die Winter sind mild und oft feucht, es gibt selten Minusgrade; die Sommer sind ausgeglichen und nicht so extrem heiss wie z.B. in Südfrankreich.

Die Luft an der Küste ist reich an Jod und beim Einatmen wirkt sie, wie manche Gäste empfinden, wie eine Verjüngungskur auf den ganzen Organismus (sehr vorteilhaft für Asmathiker, Allergiker und Menschen mit Hautproblemen).

Der Spätherbst ist oft noch eine Verlängerung des Sommers mit schönen, warmen Sonnentagen, das Meer hatte sich im Sommer erwärmt und bietet auch jetzt noch Gelegenheit zum Baden.

Danach beginnt die Jahreszeit der Winterstürme, die aber nicht permanent vorherrschen, sondern sich mit windstillen, oftmals sehr warmen Schönwetterperioden abwechseln. In dieser Zeit kommt die gesundheitsfördernde Wirkung des Atlantischen Reizklimas am besten zur Wirkung.


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La plage de la Torche bei St Guénolé an einem
stürmischen Wintertag (Februar 2007)


Es gibt kaum einen vergleichbaren Ort, wo sich die ausserordentlich vielfältige Farbpalette von Meer und Himmel so oft und so schnell ändert wie hier in der Bretagne, da die Kraft der die Gezeiten bestimmenden Mondphasen hier besonders stark wirkt.

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Ein Sturmtag an der côte Nord - hier bei  Brignogan

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Ein günstiger Wind...... und man hebt ab !
Wie hier am plage de l'Aber auf der presqu'île de Crozon.

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La plage de la Torche im Februar 2007 ! (Finistère Sud)

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Le port de Doelan (Clohars Carnoet) im Winter 2005 !

Das Finistère

Das Finistère (Pen ar Bed auf bretonisch, was "das Ende der Welt" bedeutet), ist, wie sein Name es angibt, die am weitesten ins Meer ragende, westliche Spitze der erdgeschichtlich uralten bretonischen Landmasse (des massifs amoricain), wobei noch zwischen der Küstenregion (Armor oder auch Arvor genannt) und den weiter im Landesinneren gelegenen Gebieten (Argoat) unterschieden wird.


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Die herrliche Küste von Kerlouan.....das Land der Schifffsbrüchigen und Wrackplünderer (Finistère Nord)

Allein das Finistère (l'Armor finistérien) verfügter über eine gut 1200 km lange Küstenlinie, die mindestens genauso abwechslungsreich gestaltet ist, wie die der 3 anderen Departements.

Das Hinterland (l'Argoat), genauso geheimnisvoll wie die Küste, ist geprägt durch eine Landschaft mit Hecken, Wäldern, Flussläufen und vielen Hügeln, die sich oft zu einem kleinen Mittelgebirge entwickeln. Es ist nicht minder geheimnisvoll als die Küstenregion und Sie finden dort ein aussergewöhnliches Erbe an religiösem Kulturgut mit Kirchen, Kapellen, Calvarien-Hügeln und natürlich ............ Legenden !

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Bei Portsall-Landunvez an der route touristique :
la petite chapelle de St. Samson direkt am Meer !


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Bei Brignogan steht dieser 8 m hohe, "christianisierte" Menhir mit dem Namen Men Marz (Stein des Wunders). Das Kreuz oben auf dem Stein erklärt den Zusatz "christianisiert".

Nach einem alten Brauch werden die jungen Männer, denen es gelingt, in halber Höhe des Menhirs einen Stein in eine enge Nische zu platzieren, noch im nächsten Jahr mit Sicherheit heiraten !

Das Finistère ist nicht nur ein Land der Kontraste und der Fantasie, es ist auch das Land einer geheimnisvollen, frühen Hochkultur, der "Civilisation Mégalithe", mit ihren steinernen Zeugnissen (dolmen, tumulusse, menhire) aus dem Zeitraum 4500 - 500 vor unserer Zeitrechnung.



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L'Autel des Druides de Kerbervas
(Plouider/Plounéour-Trez)

Le Menhir de Léhan in den Sümpfen bei Léchiagat
(Ca. 4 m hoch und 3 m breit)




Im Finistère unterscheidet man 3 Regionen:

Das Finistère-Nord

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La plage du Dibennou bei Guissény


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Le Phare d'Eckmühl an der pointe de Penmarc'h. Aus einer Höhe von 65 m können Sie hier die Landschaft des Bigouden bewundern. Aber vorher müssen Sie die Schuhe schnüren und über eine Wendeltreppe mit 307 Stufen den Gipfel erklimmen !

Dieser Leuchtturm wurde am 17. Oktober 1897 in Dienst gestellt und ist einer der leistungsfähigsten von ganz Frankreich : sein Lichtschein ist 23,5 naut. Meilen (in km: 23.5 x 1852 = 43,52 km) weit zu sehen.

Das Finistère-Süd


Die Presqu'île de Crozon

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An der pointe de Pen Hir bei Camaret :
die Magie des Sonnenunterganges im Mer d'Iroise.....

Das Finistère-Nord

Es beginnt im Norden bei Loquirec mit der Region Léon und erstreckt sich nach Westen und Süden bis in die Region von Brest, die auch pays de l'Iroise genannt wird.

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Zwischen Portsall und Landunvez - die wilde Schönheit der Nordküste

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La pointe Saint-Mathieu an der pointe du "Bout du Monde" (Ende der Welt).
Von hier hat man einen Panoramablick nach Osten auf die Meerenge von Brest, nach Süden auf die pointe du Toulinguet und die pointe du Raz und nach Westen auf die Inseln Quéménes, Molène, Balanec, Béniguet und Ouessant !

Die Küste des Léons lässt sich charakterisieren als eine Aneinanderreihung von zahlreichen Meeresbuchten (bei Morlaix, Kernic, Brignogan), wo schöne Strände weissen Sandes sich mit Anhäufungen grosser Granitblöcke abwechseln (bei Brignogan, Kerlouan, Guissény) oder sich bald zu langen, breiten Dünenketten erweitern (bei Keremma, Goulven und am grossen Strand Vougot in Plouguerneau).

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Bei Ebbe : la baie de Goulven ist nur noch eine grosse, ausgedehnte Sandfläche, durch die ein kleines Rinnsal fliesst. Bei Flut füllt das Meer die ganze herrliche Bucht aus !

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In der Kommune Plouguerneau - im Vordergrund
la plage du Zorn, im Hintergrund la plage du Vougot.

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La baie du Curnic bei Guissény.




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An einem Wintermorgen -
an den friedlichen Wassern des Aber Wrac'h !

Typisch für das Nordfinistère sind seine breiten Meerestäler (Abers). Dieser Name ist keltischen Ursprungs und bezeichnet eine ganz spezielle Art von Fluss- und Bachläufen, die sich zu fjordartigen Meeresbuchten vergrössern (Aber Wrac'h, Aber Benoît und Aber Ildut). Diese Abers mit ihren geglätteten Abhängen und bewaldeten Ufern unterliegen dem Einfluss des Meeres, im Rhythmus der Gezeiten füllen und entleeren sie sich und verändern dabei ständig ihr Erscheinungsbild.

Von der Küste, die viele kleine vorgelagerte Inseln aufweist, kann man ohne Einschränkung behaupten, dass sie ihresgleichen sucht. Sie wechselt nicht nur oft ihr Erscheinungsbild, sondern ist auch Ursprung zahlreicher Mythen (z.B. die Geschichten von den Wrack-Plünderern von Kerlouan).

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Das ehemalige Dorf Ménéham der pêcheurs-goémonier (Seetang-Fischer) bei Kerlouan. In Südlage waren ca. 10 strohgedeckte, kleine Häuser windgeschütz zwischen die Felsen gebaut. Diese historische Stätte steht unter Denkmalschutz und wird restauriert.

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Dieses ehemalige Dorf, dessen Ursrpünge noch nicht eindeutige geklärt sind, wurde noch bis 1980 von den Familien der Bauern und Seetang-Fischer bewohnt.

Bekannt ist nur, dass dieses Dorf im 18. Jahrhundert der Armee als Unterkunft diente und danach (von 1817 bis 1835) von den Zöllnern bewohnt war, die ihren Wachposten gerade auf der anderen Seite der Granitfelsen hatten.
Danach kamen die Seetang-Fischer.

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Die Wachstation der Zöllner, eingeschmiegt zwischen zwei enormen Granitfelsen, stammt aus der Epoche von Vauban und wurde 1695 errichtet.

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La plage de la Digue bei Kerlouan

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Die Küste bei Kerlouan (Plage du Ménéham)

Nach Süden wird das Finistère-Nord durch die Rade de Brest und die Meerenge von Brest (le Goulet), die sich nach ca. 6 km zum Atlantik hin öffnet, begrenzt.

Und im Westen durch das Mer d'Iroise mit seinen grossartigen Stränden, die den unterschiedlichen Launen des Ozeans frei ausgesetzt sind.

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Die Nordseite der Goulet de Brest, im Hintergrund
la pointe de Creac'h Meur.


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Bei le Conquet am offenen Ozean -
der herrliche Strand les Blancs Sablons.


Bevor wir diese Region verlassen, machen wir noch schnell einen Sprung nach Brest, wie die Einheimischen hier sagen.

Brest ist nicht nur wegen seiner alten Festung aus dem 15. Jahrhundert an den Ufern des Penfeld bekannt (welche heute die Marinepräfektur und das Marine-Museeum beherbergt), sondern auch ein bedeutender Handels- und Marinehafen von Frankreich.

Die Stadt wurde gegen Ende des 2. Weltkrieges durch Luftangriffe komplett zerstört und danach wieder sehr "rationell" aufgebaut. Heute ist sie eine junge und moderne Großstadt, die deshalb wenig historische Bausubstanz vorweisen kann.

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In bevorzugter strategischer Lage, le château de Brest oberhalb der Mündung des Penfeld. Es wurde im 12. Jahrhundert auf den Überresten einer gallo-romanischen Siedlung aus dem 3. Jahrhundert erbaut,
bis in das 15. Jahrhundert immer wieder erweitert
und im 17. Jahrhundert durch Vauban verstärkt.

Nach den Bombardements der Allierten im Jahre 1944 wurde es wieder aufgebaut und beherbergt heute
das Marine-Museeum.

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Le pont-levant de Recouvrance wurde am 17. Juli 1954 eingeweiht. Diese Hebebrücke ersetzte die alte Drehbrücke("le Pont National") aus dem Jahre 1861, welche beim Bombardement von 1944 zerstört wurde.

Mit ihren 87 Metern Spannweite und den 64 Meter hohen Pfeilern ist sie eine der höchsten Hebebrücken Europas.


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In der Ausstellung im musée de la Tour Tanguy, direkt gegenüber Festung am anderen Ufer des Penfeld gelegen, kann der Besucher noch einen Eindruck über das "alte" Brest vor 1939 gewinnen.

Auf dem Weg zum port de plaisance du Moulin-Blanc (dem grossen Yacht- und Sporthafen von Brest) fällt uns ein grosses, weisses Gebäude, das an einen gigantischen Taschenkrebs erinnert, markant auf.

Und in der Tat, es ist Océanopolis mit seinen Haupt- und Nebengebäuden, ein immenses Aquarium, das uns vom Leben in den Ozeanen erzählt! Jedes Gebäude behandelt einen speziellen Themenkreis; besonders beeindruckend sind die Riesenaquarien der tropischen, gemässigten und polaren Klimazonen.

Planen Sie beim Besuch am besten einen ganzen Vor- und Nachmittag mit ein, wenn Sie alles sehen möchten! (wir waren bereits mehrere Male da, haben immer etwas neues entdeckt und waren nie enttäuscht).

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Briefing mit Kevin der Segellehrer...

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Le pont de l'Iroise (1994)

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Le pont Albert Louppe (1930)

Das Finistère-Süd

Im Süden umfasst die zum Atlantischen Ozean hin offene Region der Cornouaille (das Finistère Süd) die Ländereien von Douarnenez, von Cap Sizun, von Bigouden, von Quimper, von Odet und der Portes de Cornouailles, welche das Ende des Finistère-Süd und den Beginn des Departements Morbihan markiert.

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Ein Teil des Naturreservates (bekanntes Vogelschutzgebiet) bei Goulien-Cap-Sizun an der baie de Douarnenez. Vom Parkplatz an der Steilküste führt ein kleiner Fussweg hinunter zum plage de Penharn mit
seinem kleinen Schutzhafen.

Im Nordwesten wird das Litoral von der atemberaubenden Küstenformation der zauberhaften Bucht von Douarnenez gebildet, es reihen sich steile Felsabbrüche mit kleinen Einschnitten, in denen die Fischer ihre Boote vor dem Atlantik schützen und Strände feinen Sandes oder Heide- und Bruyerelandschaften aneinander.


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Von Douarnenez bis zum pointe du Raz führt dieser Wanderweg entlang der Küste.

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An der baie de Douarnenez : Auf einem Küstenwanderweg an der pointe du Millier bei Beuzec-Cap-Sizun.



Ab den hohen Felsen der Pointe du Raz (mit seiner extrem starken Meeresströmung während der Gezeiten) und der Pointe du Van folgt nach Süden eine ganz andere Küste, die mit der zum Meer hin offenen Baie d'Audierne beginnt.

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La pointe du Raz

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Port Loubous bei Plogoff

Hier begegnen wir kleinen Stränden mit feinkörnigem Sand, welche durch kleine Felsen eingerahmt sind, die nach Süden dann aber Platz machen für kilometerlange, flache, breite Sandstrände mit einer einmaligen Dünenlandschaft und kleinen Maren und Seen im Hinterland.

Einer dieser Strände, la plage de La Torche, ist ein Paradies für Surfer und ein wahrer Insidertipp !

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Der herrliche, zum Ozean hin offene
plage de La Torche an der baie d'Audierne.
Links im Bild noch Befestigungsanlagen aus
dem 2. Weltkrieg.

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Die Surfer stehen hier das ganze Jahr über (auch im Winter) auf dem Surfbrett!!!
An der Pointe de La Torche gibt es eine Surfschule
und dort kann man Kurse in Kite-Surf, Body-Surf, etc.
und das Fahren im Strandsegler erlernen.

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La Torche ist einer der besten Surfstrände in ganz Europa. Zahlreiche Meisterschaften (Surfen und Funboard) haben schon hier statt gefunden.

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Die Landschaft bei Tréguennec an der baie
d' Audierne. Am Horizont la plage de La Torche.

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Zwischen Tréguennec und dem pointe de La Torche steht die alte, von Flechten und Moos bewachsene chapelle St. Vio.

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Auf dem weiteren Weg zum pointe de La Torche kommen Sie an dieser herrlichen Kirche (la chapelle de Notre Dame du Tronoen avec son calvaire) vorbei.

Beide werden auch
"Cathédrales des Dunes" genannt.
Sie stammen aus dem 15. Jahrhundert und gehören
zu den ältesten kirchlichen Bauwerken der Bretagne.

Hier findet jedes Jahr am 3. Sonntag im September ein bekanntes kirchliches Zeremoniell, ein sogenannter "Pardon", statt.

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Der vulkanische Granitstein für den Calvaire stammt aus den Steinbrüchen von Scaer und Kersanton auf der presqu'île de Plougastel an der Rade de Brest.

Die Skulpturen am Sockel des Calvaire beziehen sich auf Ereignisse im Leben Jesus Christi.


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La chapelle de Notre Dame du Tronoen wurde zwischen 1450 und 1460 erbaut. Obwohl sie ständig den unterschiedlichsten Wettereinflüssen ausgesetzt ist, blieben die Sculpturen gut erhalten.

Unter anderem sind die Jungfrau Maria in ihrem Bett aus Weidenholz und die 3 heiligen Könige dargestellt.

(Die Darstellung erfolgte nach den Vorstellungen des 15. Jahrhunderts, es erscheint zunächst verwunderlich, das die Jungfrau barbusig abgebildet ist, entspricht aber der damaligen Kunstauffassung hier in der Bretagne).

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In der Nähe der pointe de La Torche
ändert sich die Landschaft!

Wussten Sie schon, dass die pays Bigouden die bedeutendste Region in Frankreich für den Anbau von Tulpenblüten und -zwiebeln ist? Der sandige Boden
und das milde Klima sind dafür bestens geeignet.
Zu Beginn des Frühlings sind dutzende von Hektar mit blühenden Tulpen, Osterglocken, Iris und Hyazinthen eine wahre Augenweide.

Dieses bunte und duftende Ereignis zieht jedes Jahr von Neuem viele Gäste an. Es werden dabei auch geführte Besuche zu verschiedenen Themenkreisen angeboten.



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Die Häfen von Léchiagat (links) und von le Guilvinec (rechts)

Weiter im Süden werden wir zahlreichen Fischereihäfenn begegnen, darunter jener von Guilvinec-Léchiagat (ein bedeutender traditioneller französischer Fischereihafen) oder jene von Loctudy oder von Concarneau.

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Auf dem trockenen, nach der Reparatur im Hafen von Léchiagat - die Fischkutter warten auf einen erneuten "Stapellauf".

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Bunte Impressionen aus dem Hafen von Loctudy.


Das Litoral dieses südlicheren Küstenabschnittes besteht aus einer Abfolge von schönen Sandstränden, von Dünenketten (bei Mousterlin, Trévignon), von Flüssen (Odet, Aven, Laita), von Bächen (Moros, Belon...), von rias (Brigneau, Merrien, Doelan...) und von Brackwasser-Seen (bei Mousterlin, Trévignon), die dem lebensspendendem Einfluss der Gezeiten unterliegen.

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La plage de Squividan zwischen Léchiagat und Lesconil.




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Blick den Fluss Odet aufwärts von der Brücke le pont de Cornouaille, die Bénodet und Combrit/Ste Marine miteinander verbindet.

Le pont de Cornouaille: 610 m lang und 30 m hoch überspannt sie die Odet und bietet einen superben Ausblick auf den Hafen von Bénodet und Ste-Marine mit der Flussmündung der Odet.

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Le petit port de Belon im Finistère-Süd

Die Presqu'île de Crozon

In der Mitte zwischen der Rade de Brest und der Baie de Douarnenez ragt ein Landfinger (der mit etwas Fantasie als ein auf die linke Seite gefallenes Calvarien-Kreuz beschrieben werden kann) weit nach Westen in den Atlantik.

Diese presqu'île de Crozon, verkehrsmässig ganz am "Ende der Welt" gelegen, ist immer einen kleinen Besuch und Umweg wert; es ist eine grossartige, wilde aber auch zarte Halbinsel mit einem speziellen Mikro-Klima und von ihren 3 Landspitzen hat man einen Panoramablick auf die Rade de Brest oder auf das Mer d'Iroise :

- im Norden, hoch über der Goulet de Brest thronend, La Pointe des Espagnols, von dem sich die ganze Rade de Brest und das Ende der Meerenge von Brest überblicken lässt.

Der Name "Espagnols" erinnert an den Sieg von 1594 über die Flotte der Spanier, die Brest besetzen wollten. Ihre Gegenpieler waren der franz. König Henri IV und die engl. Truppen von Königin Elisabeth.

Wie die vielen über- und unterirdischen Befestigungsanlagen entlang der Steilküste bezeugen, kam der presqu'île de Roscanvel früher einmal eine wichtige strategische Bedeutung für den Hafen Brest zu.

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Am nordöstlichen Ende der presqu'île de Roscanvel gelegen bietet die pointe des Espagnols einen beeindruckenden Panoramablick auf Brest mit seiner Reede.

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La chapelle de Rocamadour und la Tour Vauban bei Camaret

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La plage de Pen Hat zwischen Pointe de Pen Hir und
pointe du Toulinguet bei Camaret

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La pointe de Pen Hir bei Camaret

- im Westen die Pointe de Penhir am Mer Iroise mit seinen 3 gewaltigen Felsen im Meer, den sogenannten Tas de Pois.

- im Süden das Cap de la Chèvre mit seiner Steilküste und dem gewaltigen Sandstrand la Palue.

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Das Cap de la Chèvre ist eine gigantische, 100 m hohe Steilküste aus Quartzgestein am nördlichen Ende der baie de Douarnenez. Ein grandioses Panorama erwartet Sie hier!

Von einem der höchsten Berge der Bretagne, dem erodierten Schiefer- und Granitfelsen Ménez-Hom (330 m), lässt sich  bei klarem Wetter die ganze Presqu'île de Crozon überblicken: im Süden beginnend mit der Baie de Douarnenez, dann über Westen nach Norden schweifend mit dem Mer d'Iroise und der Rade de Brest und im Osten mit den bewaldeten Ufern im Tal der Aulne.

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Der Ménez-Hom ist die westlichste Erhebung des Massifs der Montagnes Noires.
Bei klarem Wetter hat man einem Panoramablick auf die rade de Brest im Norden, die presqu'île de Crozon im Westen, auf die baie de Douarnenez im Süden und auf das Landesinnere (l'Argoat) im Osten.

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Vom Gipfel des Ménez-Hom kann man die ganze
baie de Douarnenez bewundern ...
bei klarem Wetter noch besser....



Die Bretagne ist aber nicht nur ein Land von großer geografischer Vielfalt, sondern "Breizh" ist auch ein Land mit grosser historischer Vergangenheit ! Es ist kaum möglich, nicht dem Charme dieser im Laufe der Jahrhunderte gewachsenen bretonischen Erde zu verfallen.

Dieses an Legenden reiche Land ist mit Recht sehr stolz auf den Ursprung seiner Wurzeln und konnte seine Traditionen und Bräuche über Jahrhunderte hinweg entwickeln und pflegen. 


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Eines von tausenden historischen Schiffen, die sich anlässlich der Brest 2004 zu einem alle 4 Jahre veranstalltetem maritimen Ereignis treffen.
5 Tage lang Feiern mit internationalem Flair im Hafen und Promenadesegeln auf der Rade de Brest!

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Nicht vergessen, 2012 ist die nächste Möglichkeit angesagt!

Brest 2012 von 13 bis 19 July und Douarnenez 2012 von 19 bis 22 July

Die Bretonische Küche


Bei einer kulinarischen Tradition dürfen auch die bretonischen Spezialitäten nicht fehlen und bei ihrer Zubereitung wird stets die typisch bretonische Salz-Butter verwendet.
Früher waren sie vorwiegend die Ernährung der ländlichen Bevölkerung, aber auch heute noch hat man  Gelegenheit, davon zu probieren.
Die Basis dieser Gerichte sind je nach Region Getreide, Gemüse, Fleisch- und Milchprodukte und natürlich Alles, was das Meer hergibt.

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Einfach aber gut - baguette, du rouge und  aus dem Meer frische Makrelen für das Barbecue!

Zu diesen bretonischen Spezialitäten zählen:

- Crêpes und Galettes aus Weizen- oder Buchweizenmehl
-  allerlei Breigerichte aus den verschiedenen Getreidesorten
- der bekannte "Kig ha Fars" (eine Art Fleischeintopf, bei dem im Fleischsud ein in einen Leinensack eingennähter Teig mitgegart wird)
- die Kuchen ( le far breton, le Kouign amann aux pommes oder nature)
- und natürlich Fische, Meeresfrüchte sowie diverse Gerichte mit Bestandteilen aus Meeresalgen wie salad aux algues, tartar aux algues, gâteaux aux algues .....

Einige Spezialitäten davon sind heute auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt und werden auch bei uns gerne gegessen. (leider muss hierbei erwähnt werden, dass oftmals die Crêpes, die wir in Deutschland essen, wenig mit dem Original in der Bretagne gemein haben).

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La soupe bretonne de poissons à goûter absolument !
Ici sur le port de Loctudy (Finistère Sud), dégustation gratuite dans une pêcherie ! (elle était délicieuse !)

N'oublions pas les crustacés avec les étrilles (crabes sardines), les tourteaux (les dormeurs) et aussi les langoustines sans oublier le homard avec son râgout très connu sur l'île de Sein, au large de la pointe de Raz, dans le Finistère Sud !

...et la véritable soupe de poissons frais... un vrai régal...!! à déguster avec des croutons !


Da es im Bretonischen keinen Ausdruck für bon appétit" gibt, wünschen oder fragen die Bretonen während der Mahlzeit "Diskenn a ra !?", was so viel wie "angenehme Verdauung" bedeutet. (Diskenn : Abstieg, Runterrutschen und ra : Ausdruck eines Wunsches.)

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Fischer beim Ausladen von langoustines (Demoiselles de Loctudy) in Hafen von  Loctudy

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Direkt vom heutigen Fang - frische Fische in einem Fischgeschäft im Hafen von Loctudy

Die Bretonische Musik


Seit der Geburt des bretonischen Volkes aus der keltischen Kultur gibt es auch die bretonische Musik, die untrennbar mit der bretonischen Sprache verbunden ist.

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Cornemuse oder Biniou

Diese Musik ist schon so alt, dass man Ihren wirklichen Ursprung nur vermuten kann, aber viele Lieder gingen aus Volksgesängen und Erzählungen hervor, die von Generation zu Generation "weitererzählt" wurden.

Beim Fest Noz, einem Fest mit bretonischen Tänzen zur Musik von Dudelsäcken (binious) und bombarde, haben Sie die Gelegenheit, diesen mysterischen, oft etwas fremdartig erscheinenden Klängen zuhören zu können und dabei mit den gavotte zu tanzen !

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Am tour Vauban in Camaret - ein Fest-Noz!

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Warum nicht auch einen gavotte wagen!



Die Bretonische Sprache


Entgegen einer oft im Ausland anzutreffenden Meinung ist das "Bretonisch" nicht nur ein Dialekt der Französischen Sprache. Vielmehr gehört sie zu den Keltischen Sprachen und ist ist damit eine vollständig andere, eigenständige Sprache mit eigenem Wortschatz, Grammatik, Syntax und Konjugation.

In der Bretagne ist sie wesentlicher Bestandteil einer eigenen Kultur und der so vielfältigen bretonischen Traditionen.Bei den Nachkommen der keltischen Nachbarn (den Walisern in England, den Iren und den Menschen im Cornwall) werden heute noch ähnliche Sprachen (das Gallois) (Dialekte) gesprochen, weil diese Völker in der Vorzeit zusammen mit den Bretonen einen gemeinsamen Ursprung hatten.

Da die Pflege eigener Sprachen in einem gemeinsamen Vaterland oft von Politikern mit Autonomiebewegungen assoziiert wird, wurde die Bretonische Sprache lange Zeit durch den französischen Staat unterdrückt und zeitweise sogar verboten.

Erst in den letzten Jahren änderte sich hierzu die Einstellung. Dank zahlreicher Vereine zur Förderung der bretonischen Sprache und der Zulassung zweisprachiger Schulen sind die Chancen gut, dass diese Sprache erhalten bleibt und nicht auszusterben droht.

Wundern Sie sich auch deshalb bitte nicht, wenn Sie in der Bretagne auf zweisprachige Verkehrszeichen treffen !

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Wenn Sie aufmerksam dem Text gefolgt sind, dann wissen Sie, wo dieses Dorf liegt!



Haben wir durch diese kleine Tour Ihr Interesse für die Bretagne geweckt, dann würden wir uns freuen, wenn wir Sie demnächst als Gast begrüssen könnten. Es fällt schwer, nicht dem Charme dieser Landschaft am Ende der Welt zu unterliegen!

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La chapelle du Grouanec aus dem 18. Jahrhundert in der Gemeinde Plouguerneau (Finistère Nord).

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Kerantiec zwischen Aven und Belon
(Finistère-Süd)


Setzen Sie sich auch über das alte Vorurteil, die Bretonen seien ein misstrauisches und engstirniges Volk, hinweg. Im Gegenteil, überzeugen Sie sich selber davon, dass die Bretonen ein sehr netter, aufgeschlossener und gastfreundlicher Menschenschlag sind.


Und bitte vergessen Sie nicht,
die Bretagne ist nicht nur im Sommer eine Reise wert !

Egal in welcher Jahreszeit Sie zu uns kommen, eine Bretagne voll Faszination und Schönheit wird sich immer auf Ihren Besuch freuen !

info@ty-breizh-armor.de


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Abendstimmung am traumhaften Strand
bei Ste Marine im Finistère Süd...

bis zum Meer